Mir hat Spore ja gut gefallen. Ok, ich stand mit meiner Meinung damals ziemlich alleine da, aber ein Teil der Ablehnung war sicherlich auch auf den neuartigen Kopierschutz zurückzuführen, der mich persönlich überhaupt nicht gestört hat.
Spore hat ein Problem, das viele Spiele haben, geschickt gelöst: langweilig aussehende oder sich kaum unterscheidende NPCs. Dadurch, daß die anderen Völker, die man auf seinen Raumflügen trifft, alle von anderen Spielern erstellt wurden, bietet Spore hier eine Vielfalt an, die einmalig ist. Trotzdem wird das Spiel dann irgendwann langweilig, weil man immer dieselben Aufgaben erfüllen muß. Und hier kommt das aktuelle AddOn Galaktische Abenteuer ins Spiel.
Bei den Galaktischen Abenteuern erstellen die Spieler die Quests und Missionen, die man auf den Planeten erfüllen muss. Diese kann man entweder einzeln spielen oder man spielt sein ganz normales Hauptspiel weiter, erkundet das Spore-Universum, und bekommt dann neben den bekannten Missionen auch galaktische Abenteuer angeboten. Ganz nahtlos. Aber man kann die Abenteuer nicht nur spielen, man kann sie auch selbst erstellen.
Doch im Gegensatz zum Hauptspiel funktionieren die Galaktischen Abenteuer nicht, denn während jeder Depp mit dem genialen Kreatureneditor eine Kreatur hinbekommt, die man sich auf jeden Fall mal ansehen kann, schafft es eben nicht jeder eine auch nur halbwegs interessante Geschichte zu erzählen. Alle von Spielern erstellten Missionen, die ich mir angetan habe, waren bestenfalls, na sagen wir mal, interessante Experimente.
Ob ich nun einen schmalen Grat über einem Lavaplaneten entlang wandern müsste, der Explosion eines Grills beiwohnen durfte, aus fünf Klos das richtige aussuchen durfte oder ein einer Arena Bälle aufsammeln wollte, ohne dabei von Dutzenden Bussen überfahren zu werden, alle diese Abenteuer waren Erfahrungen, auf die ich gerne verzichten kann. Aber vielleicht sind meine Ansprüche auch einfach zu hoch.

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