Vor ziemlich genau einem Jahr erschien Puzzle Quest - Challange of the Warlords, eine mutige Mischung aus Puzzle- und Rollenspiel. Bis auf ein paar Kleinigkeiten funktionierte das Spiel gut, machte Spaß und motivierte vor allem zum Weiterspielen. Dieser Tage erschien der Nachfolger Puzzle Quest: Galactrix für Nintendo DS, PC und auf XBox Live Arcade. Wurde das Spielprinzip weiter verfeinert oder gibt es nur alten Wein in neuen Schläuchen?

GothicAm grundsätzlichen Spielprinzip hat sich nichts geändert. Nach wie vor gilt es auf einem Spielfeld, das diesmal allerdings sechseckig ist, Perlen so zu verschieben, dass sich dadurch Reihen aus drei oder mehr Perlen bilden. Da man nicht einfach um Punkte, sondern gegen einen Gegner spielt, haben die unterschiedlich farbigen Perlen unterschiedliche Bedeutungen: schwarze Perlen mit Zahlen drauf verursachen den abgebildeten Schaden beim Gegner, während blaue Perlen das eigene Schutzschild wieder aufbauen. Rote, gelbe und grüne Perlen erhöhen die entsprechende Energie, die die unterschiedlichen Schiffausbauten (z.B. Laserkanone) verbrauchen.

Das Puzzlespiel ist in ein Elite-ähnliches Weltraumspiel eingebettet. Man kann Planetensysteme bereisen, Rohstoffe abbauen, Handel treiben, Sprungtore hacken und sein Schiff mit diversen Ausbauten verbessern. Dazu absolviert man Minispiele, die alle auf dem gleichen Spielprinzip beruhen, wie das Hauptspiel, nur mit kleinen Änderungen: das eine Mal spielt man unter Zeitdruck, das andere Mal muss man eine bestimmte Anzahl farbiger Perlen sammeln. Die Story von Galactrix verdient zwar keinen Oscar, kann aber durchaus motivieren.

Am Vorgänger gab es nicht viel zu bemängeln. Die Stift-Bedienung war teilweise etwas friemelig und dadurch, dass nachrutschende Perlen sofort neue Reihen bilden konnten, war die Zufallskomponente bei den Kämpfen für meinen Geschmack zu hoch. Beide Mängel hat der Hersteller erfolgreich nach Galactrix übernommen. Die Stiftbedienung ist sogar noch schlimmer geworden, weil die Popup-Menüs so klein sind, dass ich häufig mehr als drei Versuche brauchte, um einen Menüpunkt auszuwählen. Dazu kommt, dass das Popup-Menü erst dann wieder erscheint, wenn das kleine Raumschiff, dass durch den Fehlklick zum Rand der Galaxis geschickt wurde, wieder zum richtigen Planeten zurückgeflogen ist. Benutzerfreundlich ist anders!

Fazit: Wer vom Vorgänger begeistert war, wird auch mit Galactrix zufrieden sein. Und wer mit der Fantasy-Story des ersten Teils nicht viel anfangen konnte, wird vielleicht mehr Geschmack an der Science Fiction-Story des Nachfolgers finden. Allen anderen kann ich Galactrix aber nicht empfehlen, da sich das Spiel nicht weiter entwickelt hat, sondern im Gegenteil sogar schlechter zu bedienen ist als Challenge of the Warlords.